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Was bedeutet Open Innovation? Ein neuer Ansatz für Denken, Zusammenarbeit und Wachstum

Aktualisiert: vor 4 Tagen


Stellen Sie sich vor, Sie sind Inhaberin eines kleinen Unternehmens und verfügen über eine vielversprechende Idee, jedoch nur über begrenzte Zeit, Ressourcen und spezifisches Fachwissen.

Wie wäre es, wenn Sie Ihren Innovationsprozess öffnen und mit Universitäten, Startups, Lieferanten oder sogar Kunden zusammenarbeiten könnten, um diese Idee erfolgreich zu realisieren?

Willkommen in der Welt der Open Innovation, wo das Teilen von Wissen wichtiger ist als Geheimhaltung und Zusammenarbeit den Fortschritt beschleunigt.


🔍 Was ist Open Innovation?


Traditionell folgten Unternehmen einem Closed-Innovation-Modell: Forschung und Entwicklung finden intern statt, Ideen bleiben geheim, und die Produktpipeline wird wie ein Tresor bewacht. Open Innovation stellt dieses Modell auf den Kopf.

Der Begriff wurde in den frühen 2000er-Jahren von Henry Chesbrough geprägt und beschreibt die Nutzung externer Ideen, Technologien und Partner, um die eigene Innovation voranzutreiben – und umgekehrt anderen die Nutzung eigener Ideen zu ermöglichen.

Kurz gesagt: „Nicht alle klugen Köpfe arbeiten für dich.“ (Chesbrough)


📌 Zentrale Elemente:


Outside-in: Einbindung externer Ideen, Technologien oder Expertise.

Inside-out: Weitergabe eigener Ideen oder Technologien (z. B. durch Lizenzierung oder Partnerschaften).

Coupled: Gemeinsame Entwicklung von Innovationen mit externen Partnern.


Wie sieht das in der Praxis aus?


Inbound Open Innovation

Ein mittelständischer Automobilhersteller arbeitet mit einem lokalen KI-Startup zusammen, um prädiktive Wartungssoftware in seine Produktionslinien zu integrieren. Durch die Übernahme der Startup-Technologie reduziert das Unternehmen Ausfallzeiten und steigert die Effizienz – ohne intern alles neu erfinden zu müssen.


Outbound Open Innovation

Ein Biotech-Unternehmen entwickelt einen vielversprechenden diagnostischen Algorithmus, nutzt ihn jedoch nicht intern weiter. Stattdessen lizenziert es die Technologie an einen Hersteller medizinischer Geräte, der sie auf den Markt bringt und dafür sorgt, dass Patient*innen von der Innovation profitieren.


Coupled Open Innovation

Ein regionales Krankenhaus und ein Tech-Startup schließen sich zusammen, um einen neuen Service für die Fernüberwachung von Patient*innen zu entwickeln.Das Krankenhaus bringt medizinisches Know-how und (mit Einwilligung) Zugang zu Patientendaten ein, während das Startup moderne Sensortechnologie und agile Produktentwicklung liefert.

Gemeinsam entwickeln sie eine Lösung, die keine der beiden Seiten allein hätte realisieren können: ein Wearable, das Ärztinnen in Echtzeit warnt, wenn sich der Zustand eines Patienten verschlechtert.Das Krankenhaus verbessert die Versorgung, das Startup erhält Marktzugang, und die Patientinnen profitieren von einer kontinuierlichen Überwachung.

 
 
 

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